Kleine KrÄuter- und FrÜchtekunde

Hagebutte:

HagebutteDie Hagebutte ist eine Sammelfrucht, die viele kleine Nüsse enthält.
Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden, ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2 sowie Lycopin.

Hagebuttentee wirkt harntreibend und wird außerdem gerne zur Vertreibung der Frühjahrsmüdigkeit verwendet.

 

 

Hibiskus:

HibiskusDie Hibiskus-Arten wachsen als ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen, Halbsträucher, Sträucher und Bäume.
Hibiskus findet Verwendung zur Appetitanregung bei Erkältungskrankheiten, zur Schleimlösung bei Entzündungen der Schleimhäute (Schnupfen, Bronchitis, Magen), als Abführ- und Entwässerungsmittel, bei Erkrankungen des venösen Gefäßsystems und bei Kreislaufbeschwerden.
Hibiskus hat ähnliche gefäßschützende Eigenschaften wie Rotwein oder Traubensaft. Die im Hibiskus enthaltenen Antioxidantien haben einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte und können damit Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Holunder:

HolunderHolunder gehört neben der Kamille zu den bekanntesten Pflanzen der Volksheilkunde.
Holunder sind meist verholzende Pflanzen und wachsen als Halbsträucher, Sträucher oder kleine Bäume; selten sind es mehrjährige krautige Pflanzen.
Der Holunder wirkt blutreinigend und –verbessernd sowie harntreibend und enthält viele Vitamine, darunter B und J. Holunderblüten wie sie in Kräutertees verwendet werden, haben eine schweißtreibende Wirkung bei allen Erkältungskrankheiten wie Grippe, Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung. Auch als beruhigendes und schmerzlinderndes Mittel bei Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen wird er geschätzt.

 

 

Melisse:

MelisseDie Melisse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 25 bis 30 Jahre alt werden kann und meist Wuchshöhen von 20 bis 90 cm erreicht.
Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze pro 100 Gramm Frischgewicht beträgt 253,0 Milligramm.
Die traditionelle Verwendung der Melisse ist die Unterstützung der Magenfunktion und bei nervlicher Belastung. Teeaufgüsse werden bei Einschlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Aufgrund des Gehaltes an Phenolcarbonsäurederivaten haben Melissenblätter eine antimikrobielle und antivirale Wirkung. In der Volksmedizin wird Melisse gegen Erkältungskrankheiten und Kreislaufschwäche eingesetzt

 


Pfefferminze:

PfefferminzeDie Pfefferminze ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50–100 cm erreicht. Die gestielten, spitzen, gesägten, kahlen Blätter sind ei-länglich.
Die Blätter enthalten ätherisches Pfefferminzöl und werden gern als teeähnliches Getränk oder Gewürz verwendet.
Als Heilpflanze wird die Pfefferminze besonders als Teeaufguss bei Kardialgie und Kolik, äußerlich zu aromatischen Kräutern, Umschlägen und Bädern benutzt. Wegen ihrer Bitter- und Gerbstoffe hilft die Pfefferminze bei den meisten Magen- und Darmbeschwerden sehr schnell. Auch die Galleproduktion in der Leber wird angeregt.

 

 

 

Frauenmantelkraut:

FrauenmantelkrautFrauenmantelkraut gehört zur Familie der Rosengewächse und ist im Volksmund unter Löwenfuß und Frauenhilf bekannt.
Traditionell wird Frauenmantelkraut zur Unterstützung der Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden, Regelstörungen, Wechseljahrsbeschwerden, Hautunreinheiten und Ekzemen angewendet. Frauenmantel wirkt adstringierend, beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend und  krampflösend. Außerdem hilft es bei Erkältung, Schnupfen, Asthma, Appetitlosigkeit, Nierenschwäche, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Geschwüre und Wunden.

 

 

Spitzwegerich:

SpitzwegerichDer Spitzwegerich ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Er besitzt eine reichverzweigte Wurzel, die bis zu 60 cm in die Tiefe reichen kann.
Die Pflanze wird gegen Katarrhe der Luftwege und entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut eingesetzt. Die Wirksamkeit von Spitzwegerich  ist hier sowohl durch die einhüllende Wirkung der Schleimstoffe als auch durch die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe sowie durch die antibakterielle Wirkung der Abbauprodukte zurückzuführen. Ferner kann sie äußerlich bei entzündlichen Veränderungen der Haut z. B. bei Insektenstichen, Brennnesseln, Neurodermitis verwendet werden.

 

 

Eisenkraut:

EisenkrautDas Eisenkraut gehört zur Gattung der Verbenen und ist eine traditionelle Heilpflanze. Eisenkraut ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die auch seltener einjährig wächst. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 bis 75 cm.
Dem Eisenkraut werden insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt.  Eisenkraut ist ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel, das es antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend wirkt.

 

 


Thymian:

ThymianThymian sind niedrige Halbsträucher, deren Blätter einen glatten bis gesägten Rand aufweisen.
Die Blätter des Thymians werden zur Herstellung von Kräutertee bei Bronchitis, Keuchhusten und Katarrhen der oberen Luftwege Verwendung verwendet, da sie hustenreizstillend wirken. Daneben wirkt Thymian verdauungsfördernd und bei Erkältungen Schleim lösend. Thymian wirkt appetitanregend, stark desinfizierend, krampflösend sowie harn- und blähungstreibend. Thymiantee hilft bei Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Magenkrämpfen und Menstruationsbeschwerden.
Außerdem wird Thymian eine günstige Wirkung bei Leberschäden nachgesagt. Mehrmaliges Gurgeln mit Thymiantee hilft bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum.
Thymiane gelten außerdem als Aphrodisiakum - bereits die Römer wussten Thymianbäder vor Sexorgien als reizförderndes Mittel einzusetzen.

 

Salbei:

SalbeiPflanzen der Gattung Salbei (Salvia) sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen oder Sträucher. Salvia stammt vom lateinischen Wort „salvare“ (heilen) und deutet auf dessen Heilkraft hin. Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht.
Durch den hohen Anteil ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. So wird Salbei einerseits als Küchengewürz und andererseits auch in der Heilkunde verwendet, etwa bei Halsschmerzen als Kräutertee oder gegen übermäßiges Schwitzen. Außerdem soll der Salbeitee auch bei Magen- und Darmschmerzen Linderung bewirken, beispielsweise nach einer Antibiotika-Therapie.

 

 

 

Malve:

MalveMalven sind ein- bis mehrjährige oder ausdauernde, aufwärtswachsende oder aufrechte krautige Pflanzen.
Aufgrund ihrer reizmildernden und adstringierenden Eigenschaften wird die Malve eingesetzt bei Katarrhen der oberen Atemwege, Schleimhautentzündungen vom Magen und Darm, zum Spülen und Gurgeln bei Reizungen im Mund- und.
Die Schleimstoffe der Malve schützen die gereizte Magen-/Darmschleimhaut vor Neuinfektionen und erleichtern dadurch die Heilung.

 

 

 

Kamille:

KamilleDie Kamille ist ein einjähriges Kraut und erreicht bei guten Bedingungen eine Höhe von bis zu 60 cm. An dem runden Stengel befinden sich die hellgrünen, fiederteiligen Blätter.
Die Kamillenblüten werden eingesetzt als Entzündungshemmer, zur Krampflösung, gegen Blähungen und als Magenmittel. Sie haben auch eine wundheilungsfördernde, desodorierende und antibakterielle Wirkung. Hauptanwendungsgebiete sind bei innerlicher Anwendung Magen- und Darmbeschwerden wie Gastritis, Enteritis, Colitis, Blähungen, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt, und Menstruations-beschwerden. Äußerliche Anwendung findet die Echte Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei bakteriellen Hauterkrankungen, auch der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege werden Inhalationen vorgenommen.


Brennnessel:

BrennnesselBrennnesseln sind krautige Pflanzen, selten auch Halbsträucher. Sie erreichen, je nach Art, Standort und Nährstoffsituation, Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern.
Die mehrjährige Große Brennnessel ist eines der ältesten Heilkräuter der Welt.
Die Brennnessel enthält als wirksame Bestandteile viel Vitamin C und Provitamin A,  Mineralsalze, besonders Calcium- und Kaliumsalze, Kiesel- und Ameisensäure, Magnesium, Eisen, Chlorophyll, Acetylcholin, Wachs und ätherische Öle sowie biogene Amine wie Histamin und Serotonin als Bestandteil des Nesselgiftes.
Brennessel wirken schmerzlindernd, adstringierend und entzündungshemmend; außerdem werden Brennnesseln therapeutisch eingesetzt bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Magen-Darm-Katarrh mit Kolikschmerzen. Daneben wirkt die Brennessel harntreibend.
Die Volksmedizin setzt die Brennnessel zur Anregung des Milchflusses bei Stillenden, bei Haarausfall, Hautausschlägen, Allergien, Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Blutarmut und Erschöpfung ein.

 

Granatapfel:

Der Granatapfel oder Grenadine (lat.: Punica granatum) ist eine Pflanzenart, die heute bei weiter Fassung der Familie der Weiderichgewächse zugerechnet wird.
Die Heimat des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im Mittelmeerraum angebaut. Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner Baum und wird oft als Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern, wird bis zu 3 Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden.
Die apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht, die als Grenzfall einer Beere anzusehen ist, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, allerdings auch nicht verholzt, hat einen Durchmesser von bis zu etwa 10 cm.

Granatäpfel zeichnen sich durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus: er enthält größere Mengen Flavonoide wie Anthocyane und Quercetin, Polyphenole vor allem Ellagitannine wie Punicalagin sowie Phenolsäuren wie Ellagsäure und Gallussäure mit wichtigen Funktionen für die Zellregulation. Granatäpfel sind reich an Kalium und enthalten unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen.

Viele wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben könnte.
Der Granatapfel verfügt, selbst im Vergleich zu Rotwein und Blaubeeren, über besonders viele und stark wirksame Polyphenole, welche vermutlich für die positiven gesundheitlichen Effekte verantwortlich sind.

 

Cranberry:

Die Großfrüchtige Moosbeere, auch niederdeutsch Kraanbeere oder Kranbeere (von kraan, Kranich), davon englisch cranberry, ist eine Beerenstrauchart in der Gattung der Heidelbeeren aus der Familie der Heidekrautgewächse. In Deutschland befindet sich die Kranbeere häufig unter dem falschen Namen „Kulturpreiselbeere“ im Handel, schmeckt aber deutlich anders als Preiselbeeren.
Die Kranbeere wächst als Strauch, der sich am Boden kriechend ausbreitet und bis zu einen Meter lange Wurzeln und Ranken ausbildet. Die Blätter sind 1 bis 2 cm lang; sie sind länglich-eiförmig und laufen spitz zu. Die Früchte sind in der Größe vergleichbar mit kleineren Kirschen. Die reifen Früchte sind leuchtend rot gefärbt.

Kranbeeren enthalten starke Antioxidantien. Die in verschiedenen Studien nachgewiesene Wirksamkeit von Cranberrysaft zur Vorbeugung von Mund-, Magen- und Harnwegsinfektionen beruht nicht auf einer bakteriostatischen Wirkung, sondern auf der Eigenschaft bestimmter Inhaltsstoffe, Bakterien an der Bildung eines Biofilms zu hindern. Kranbeerensaft verhindert so die Anhaftung von Bakterien an das Epithel der Harnwege. Im menschlichen Urin konnte bei 15 von 22 Personen bereits nach 1–3 Stunden nach der Einnahme von Cranberrysaft eine signifikante antiadhäsive Wirkung im Urin festgestellt werden. Darüber hinaus scheiden Personen, die den Saft trinken, vermehrt Salicylsäure aus, welche entzündungshemmend wirkt.

Inzwischen ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass Kranbeeren und ihr Saft wirksam zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen sind.
Laut der Fachzeitschrift Caries Research können Cranberries die Bildung von Zahnbelag reduzieren.

 

‹ Zurück